Qualifikationsprogramm

Das Qualifikationsprogramm unseres Graduiertenkollegs verbindet exzellente wissenschaftliche Ausbildung mit individueller Förderung. Wir möchten unsere Promovierenden optimal auf ihre Forschungsarbeit und ihre berufliche Zukunft vorbereiten, sei es in der Wissenschaft oder darüber hinaus. 

Im Zentrum steht dabei ein innovatives Ausbildungskonzept: Alle Doktorandinnen und Doktoranden erhalten Einblick in das gesamte Spektrum der multikriteriellen Optimierung: von theoretischen Grundlagen bis zu konkreten Anwendungen. Auch wenn jedes Dissertationsprojekt seinen eigenen Forschungsschwerpunkt hat, profitieren alle vom Austausch über die verschiedenen Facetten des Forschungsgebiets.

Unser Qualifikationsprogramm ist modular aufgebaut: Es kombiniert verpflichtende Elemente, die allen eine gemeinsame Wissensbasis vermitteln, mit flexiblen Angeboten, die individuell nach Interesse und Bedarf genutzt werden können. So entsteht für jede Promovendin und jeden Promovenden ein maßgeschneidertes Ausbildungsprofil, das optimal auf die eigene Forschung und die persönlichen Karriereziele abgestimmt ist.
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die einzelnen Bausteine unseres Programms vor.

Elemente des Qualifikationsprogramms

Compact Courses

Die Compact Courses bilden das Fundament unseres Qualifikationsprogramms. In diesen intensiven Kursen erwerben, erweitern oder vertiefen alle Promovierenden die zentralen Kompetenzen für ihre interdisziplinäre Forschung in der multikriteriellen Optimierung. 

Die Kurse schaffen eine gemeinsame Wissensbasis, auf der die spätere Zusammenarbeit im Kolleg aufbaut – sei es in gemeinsamen Projekten, Diskussionen oder weiterführenden Qualifizierungsangeboten. Dabei decken die Compact Courses bewusst alle drei Säulen unseres Forschungsprogramms ab: mathematische Theorie, algorithmische Methoden und anwendungsorientierte Aspekte. So sind alle Kollegiatinnen und Kollegiaten in der Lage, über die Grenzen ihres eigenen Schwerpunkts hinaus zu denken und produktiv zusammenzuarbeiten.

Workshops

Über die fachlichen Inhalte hinaus bieten Workshops und Grundlagenschulungen den Promovierenden die Möglichkeit, gezielt Kompetenzen aufzubauen, die für ihre wissenschaftliche Arbeit und Karriereentwicklung wichtig sind. Viele dieser Angebote organisieren wir in enger Kooperation mit dem RPTU Center for Early Career Researchers, das über langjährige Expertise in der Nachwuchsförderung verfügt.

Zwei Workshops sind für alle Kollegiatinnen und Kollegiaten verpflichtend: Ein Workshop zu guter wissenschaftlicher Praxis vermittelt die ethischen und methodischen Standards, die das Fundament seriöser Forschung bilden. Ein weiterer Workshop widmet sich dem Forschungsdatenmanagement, welches ein zunehmend wichtiges Thema ist, das von der sorgfältigen Dokumentation bis zur nachhaltigen Datensicherung reicht.

Darüber hinaus können die Promovierenden aus einem breiten Angebot weiterer Workshops wählen und so ihr persönliches Qualifikationsprofil nach individuellen Interessen und Bedürfnissen gestalten.

Vorträge

Einmal im Monat laden wir ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis ein, um aktuelle Entwicklungen und Perspektiven in der multikriteriellen Optimierung und angrenzenden Gebieten vorzustellen. Diese Vorträge ermöglichen es den Promovierenden, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und sich mit dem neuesten Stand der Forschung vertraut zu machen.

Die Vortragenden bleiben in der Regel mehrere Tage am Fachbereich, sodass ausreichend Zeit für persönliche Gespräche, fachlichen Austausch und das Knüpfen wissenschaftlicher Kontakte bleibt. Diese intensive Begegnung mit etablierten Forscherinnen und Forschern sowie Praktikerinnen und Praktikern ist eine wertvolle Gelegenheit, das eigene Netzwerk aufzubauen und neue Impulse für die eigene Arbeit zu erhalten.

Coffe Time Seminar

Alle zwei Wochen kommen die Promovierenden des Graduiertenkollegs in lockerer Atmosphäre zusammen, bewusst ohne Beteiligung der Principal Investigators. Die Coffee-Time-Seminare haben kein starres Format, sondern leben von der Vielfalt der Themen und Ideen, die die Kollegiatinnen und Kollegiaten einbringen.

Hier ist Raum für kollegialen Austausch auf Augenhöhe: Ob jemand die eigene Forschung vorstellen möchte, einen spannenden Artikel zur Diskussion stellt, ein kniffliges Problem aus der eigenen Arbeit mit der Gruppe durchdenken will oder organisatorische Fragen zu klären sind – die Coffee-Time-Seminare bieten dafür den passenden Rahmen. Diese selbstorganisierten Treffen stärken nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Promovierendengruppe und schaffen einen geschützten Raum für offene Diskussionen und gegenseitige Unterstützung.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten

Neben den festen Angeboten des Graduiertenkollegs haben alle Promovierenden die Möglichkeit, zusätzliche Maßnahmen vorzuschlagen, die ihre fachliche oder persönliche Entwicklung gezielt unterstützen. Auf diese Weise können sie ihr Qualifikationsprogramm flexibel an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Beispiele für solche Möglichkeiten sind:

  • Der regelmäßige Kontakt zu unseren Mercator-Fellows sowie das Gastprogramm des Graduiertenkollegs ermöglichen eine frühe und direkte Vernetzung mit international etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Promovierende sind ausdrücklich eingeladen, Vorschläge für künftige Gäste einzubringen.
  • Die beteiligten Fachbereiche der RPTU bieten jedes Semester ein breites Spektrum an Vorlesungen und Spezialveranstaltungen an, die für die Promotion relevant sein können. Promovierende können diese Lehrangebote frei nutzen, um ihr Wissen zu vertiefen oder neue Themenbereiche zu erschließen.
  • Das RPTU Center for Early Career Researchers organisiert regelmäßig Workshops zu Schlüsselqualifikationen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, darunter Themen wie „Scientific Writing in STEM“ oder Präsentationstechniken in Forschung und Lehre. Die Teilnahme erfolgt bedarfsorientiert und unterstützt die individuelle wissenschaftliche Weiterentwicklung.