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Blick über den Tellerrand 09/19: »Felix Klein – ein Reformator der akademischen Welt um 1900«

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Ein immenser Arbeitsethos und Talent hatten Klein schon 23-jährig auf eine ordentliche Professur an der Universität Erlangen geführt und schließlich nach München, Leipzig und Göttingen, wo er ein internationales mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Zentrum kreierte. Bereits sein »Erlanger Programm« für die Geometrie wurde mit der ordnenden Kraft des Periodensystems der chemischen Elemente verglichen. Klein formulierte nicht nur weitere Programme für die Mathematik und deren Anwendungen, sondern für das gesamte System akademischer Lehre und Forschung. Das betraf das Fördern damals neuer Kategorien von Studierenden: Ausländer und Frauen. Das betraf die Reform der Lehre vom Kindergarten bis zur Hochschule. Das betraf eine neue Art der Forschungsfinanzierung durch die Industrie sowie zahlreiche weitere Aspekte, die heute noch aktuell sind.

Der Vortrag basiert auf dem aktuellen Buch von Renate Tobies »Felix Klein: Visionen für Mathematik, Anwendungen und Unterricht« (SpringerSpektrum, 2019).

Referentin:  Dr. habil. Renate Tobies, Mathematikhistorikerin, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zeit: 17:00 - 18:30 Uhr

Ort: Großer Hörsaal des Fraunhofer-Zentrums

Der »Blick über den Tellerrand« ist eine interdisziplinäre Vortragsreihe des Felix-Klein-Zentrums für Mathematik mit wechselnden Themen. Er findet einmal im Monat im Fraunhofer ITWM, Fraunhofer-Platz-1, 67663 Kaiserslautern, statt.

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